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Winterthur macht das Kleid zur Skulptur
Für die Ausstellung «Kleid im Kontext» hat das Gewerbemuseum Winterthur rund 30 Modedesignerinnen und -designer aus allen vier Landesteilen der Schweiz aufgefordert, ganz unabhängig vom Markt und dem saisonalen Rhythmus der Branche Bekleidungsstücke zu schaffen. Das Resultat wird in vier Räumen unter den Themen «Das Kleid als Skulptur», «Das Kleid als Erzählung», «Accessoires» und «Das Kleine Schwarze» präsentiert. Jedes Kleid wird im Museum freigestellt und bühnenartig inszeniert und belichtet. Nicht nur Modedesigner präsentieren hier ihr Können – die studierte Architektin Bori Csicsely beispielsweise zeigt, dass auch architektonisch entworfene Kleider eine gute Figur machen können. Und die Zürcher Modeschöpferin Anne-Martine Perriard entwarf zusammen mit ihrer Schwester Kati Perriard Kleider aus Haar – ein Thema, mit dem sich Kati Perriard schon seit Jahren befasst. Die Tragbarkeit spielt in dieser Ausstellung ausnahms­weise mal keine Rolle – genauso wenig der Preis und die Alltagstauglichkeit der Bekleidungsstücke. «Es ging uns vor allem um die Schnittstelle zwischen Mode und Design», sagt Claudia Cattaneo, die Co-Leiterin des Gewerbemuseums. «Spannend sind die Nischen, nicht die kommerziellen Massenproduktionen», sagt sie. Dieses Motto konnte das Museum in Zusammenarbeit mit Tuchinform Winterthur, einer Institution zur Förderung von Textil­designerinnen und -designern, gut umsetzen.
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