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Editorial

 

Zukunftsweisende Konzepte

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Konzepte und Inhalte wurden in den Gesprächen mit den Stoffherstellern im Vorfeld der Messen thematisiert. Die Entwicklungen im Markt in den vergangenen Jahren haben die Textilindustrie gezwungen, bestehende Ansichten und Strukturen in Bezug auf die Kollektionsgestaltung zu revidieren sowie Mut aufzubringen, um neue Konzepte zu wagen und zu realisieren. Die Kollektionen, die für die Wintersaison 2011/12 entstanden sind, zeigen sich ebenso konsequent wie zukunftsweisend sowohl in Bezug auf den Inhalt als auch die Umsetzung. Man spricht von ganzheitlichen Kollektionsideen, die sich aus Komponenten des Designs, des Produkts und des Marktes zusammensetzen. Man spricht viel über die Reduktion der Kollektionsumfänge zu Gunsten von Klarheit und Konzentration in der Aussage und der Produktion. Werte und Haltung werden dabei ebenso klar kommuniziert wie das Level an Innovation, Qualität und Preis, den man erzielen will. Dabei wird von «paralleler Entwicklung» gesprochen, wenn es um saisonale Innovation und zeitlose Klassiker geht, um Highlights und gleichzeitiges Interesse an transsaisonalen Ideen. Trends werden als Inspirationsimpulse betrachtet, um die eigenen Ideen zu überprüfen, zu differenzieren.

Ebenso wichtig für die Stoffunternehmen sind der Kontakt und der Austausch mit den Kunden, die immer intensiver und kurzfristiger sind. «Von heute auf morgen ist Innovation gefragt», «Kein halbes Produkt zum halben Preis», sondern echte Innovation, die einen klaren Mehrwert schafft und exklusiv ist. Man hat in den vergangenen Jahren gelernt, sich bewusst zu positionieren und zu profilieren. Das Resultat überzeugt durch die Reduktion und die zukunftsweisenden Konzepte, durch den Mut zu neuen Wegen, das Schaffen von kreativen Freiräumen. In dem Sinn dienen die Gespräche, die Werte und die Haltung der Stofffirmen auch als Inspiration für die neue Saison: Nicht nur der Glaube an die Zukunft der Mode ist gefragt, sondern mutige Schritte und starke Konzepte, um aktiv und zukunftsweisend darin eine Rolle zu spielen.

Ursula Hersperger


 

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